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77. Gedenktag Verlorener Zug (02.05.2022)

Am 25. April 2022 fand der Gedenktag zur Befreiung des Verlorenen Zuges in Tröbitz wieder in großer Gemeinschaft statt. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren das Gedenken wegen der Corona.Pandemie nur im kleinen Kreise erfolgen konnte, begrüßte die Tröbitzer Gemeinde nun wieder zahlreiche Gäste. 

 

Die Gesandte-Botschaftsrätin​ Hila Engelhard kam als Vertreterin der Botschaft des Staates Israel zu uns und sprach das Kaddisch auf dem Jüdischen Friedhof. Die übermittelte uns die Grüße des ehemaligen Gesandten der Israelischen Botschaft, Emmanuel Nahshon. Seinerzeit als Gesandter besuchte er die Gedenkfeier in Tröbitz und erkannte auf einem Foto in der kleinen Ausstellung seinen Onkel, Chanon Mandelbaum. In diesem Moment verstand er die Verbindung der Erzählungen seinen Onkels von der Befreiung des Verlorenen Zuges und der Gemeinde Tröbitz. Heute, im Jahr 2022, lässt Emmanuel Nahshon berichten, dass Chanon Mandelbaum hochbetragt noch lebt, als einer der wenigen letzten Zeitzeugen.

 

Wie in fast jedem Jahr kam Lore Robinson mit Ihrer Familie auch in diesem Jahr nach Tröbitz. Sie wurde mit einem der Kindertransporte nach England rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Ihre Eltern schafften entkamen den Nazis nicht. Kurz vor Ihrer Flucht aus den Niederlanden wurden sie inhaftiert. Lores Vater überlebte und wurde in Tröbitz befreit. Ihre Mutter,  Anna Sara Michel Simons, starb in Tröbitz an den Folgen von Krankheit. und fand ihre letzte Ruhestätte im Gemeinschaftgrab in Tröbitz.

 

Hier einige Impressionen vom Gedenktag 25. April 2022


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